Roter Sonnenhut Blüten

Kräuter für die Erkältungszeit

Im Herbst ist es nicht ungewöhnlich, dass man ein ungewolltes Kitzeln im Hals verspürt und sich schlapp fühlt, denn meist startet im Oktober auch die Erkältungszeit. So sehr wir uns auch bemühen, die Keime abzuwehren, sie finden oft den Weg zu uns und bescheren uns Husten und Schnupfen. Glücklicherweise gibt es einige bewährte Kräuter, auf die man zurückgreifen kann.

Stärkung des Immunsystems

Neben den kräuterlichen Anwendungen sind die wichtigsten Maßnahmen um unsere Gesundheit zu erhalten jedoch ganz einfache Mittel. Gesundes Essen, Bewegung im Freien (idealerweise bei Sonnenschein) und die Hygiene (Handdesinfektion usw.) spielen ein große Rolle. Auch der Lebensstil (Stressvermeidung) und die Schlafgewohnheiten können einen Unterschied in der Erkältungszeit ausmachen.

3 Kräuter zur Stärkung der Abwehrkräfte

Folgende Kräuter können dazu beitragen, das Immunsystem zu stärken, so dass sich unser Körper besser gegen die Viren verteidigen kann. Wir stecken uns dadurch weniger an oder eine Infektion ist schneller und mit weniger Symptomen vorüber.

Knoblauch

KnoblauchKnoblauch wirkt antimikrobiell. Er kann in gekochten Gerichten oder frisch gehackt verwendet werden. Eine andere Variante wäre, dass man gepressten Knoblauch  in Honig einlegt und löffelweise zu sich nimmt. Um die Vorteile des Knoblauchs zu maximieren und die Einnahme geschmacklich zu erleichtern kann man einen Zitronen-Knoblauchtrunk herstellen. Hierfür wird in einem leistungsstarken Mixer 1 ganze Bio-Zitrone mit 6 Knoblauchzehen und 150 ml Wasser zu einem Smoothie-ähnlichen Getränk gemixt. Von diesem Trunk nimmt man morgens und abends ein kleines Stamperl (bzw. 6 TL) mit etwas Wasser verdünnt. Vor dem Trinken können noch ein paar Tropfen hochwertiges Öl ins Glas gemischt werden, damit die fettlöslichen Vitamine besser aufgenommen werden können.

Echinacea

Roter Sonnenhut ideal für die ErkältungszeitEchinacea ist eine der am meisten verwendeten und erforschten Heilpflanzen der Welt! Sie stammt aus Nordamerika und wird für viele Zwecke verwendet, sowohl innerlich als auch äußerlich. Wer Echinacea im Garten anbauen möchte, sollte darauf achten, dass eine nicht hybride Pflanze gekauft wird. Echinacea angustifolia oder E. purpura sind die am häufigsten verwendeten Pflanzen. Aktuelle Forschungen deuten darauf hin, dass Echinacea bei frühzeitiger Anwendung die Dauer und Schwere der Grippe verkürzen kann. Echinacea kann als Tee oder Tinktur eingenommen werden. Es werden dafür alle Teile der Pflanze verwendet – Wurzel, Stiele, Blätter und Blüten.

Holunder

HollerrösterDie schwarzen Hollerbeeren unterstützen das Immunsystem und können bei Erkältungen Linderung bringen. Jedoch sollte man immer beachten, dass die Beeren kurz aufgekocht werden, damit sie genießbar werden. Die Hollerbeeren können zu Sirup, Likör und Hollerkoch verarbeitet werden und sollten jetzt viel zum Einsatz kommen. Auch die getrockneten Blüten werden auf Grund ihrer schweißtreibenden Wirkung sehr oft in Grippetees verwendet. Eine traditionelle Teerezeptur gegen Grippe besteht zu gleichen Teilen aus Holunderblüten, Lindenblüten und Mädesüßblüten. Für einen Vitamin-C Schub könnte man auch noch Hagebutten hinzufügen.

Erkältungszeit – Ich bin krank – was nun?

Vorbeugung ist zwar die beste Verteidigung, aber was tun wir, wenn die Symptome auftreten? Viel Kräutertee trinken, Kräutertropfen (Tinkturen) zu sich nehmen. Oder auch Inhalieren. Am besten man startet bereits bei den kleinsten Symptomen. Und wenn man sie früh und oft einnimmt, kann man verhindern, dass sich eine Krankheit verschlimmert und zu einer Bronchitis oder Lungenentzündung wird.

Salbei

Salbei

karminativ, antiseptisch und adstringierend – die Pflanze für Mund und Rachen. Wird bei Halsentzündungen und Husten verwendet als Tee oder Hydrolat oder Tinktur zum Gurgeln. Salbei sollte nicht in der Schwangerschaft oder Stillzeit verwendet werden.

Thymian

Thymianantimikrobiell, antibakteriell, antiviral, schleimlösend und adstringierend. Thymian hilft bei Infektionen der Atemwege und Husten.  Er ist auch gut für den Magen und lindert Blähungen. Er kann als Tee, Sirup oder Tinktur eingenommen werden.

 

Spitzwegerich

Spitzwegerich reizmildernd und leicht hustenlösend. Adstringierend und antibakteriell. Spitzwegerichblätter helfen gegen entzündete Mund- und Rachenschleimhaut, trockenen Husten und Halsweh. Den Sirup setzt man bereits im Sommer an, da er drei Monate „reifen“ sollte. Neben Tee wird auch oft Pflanzenfrischsaft verwendet.

Honig

Honig ideal für die Erkältungszeit

ist antibakteriell, antimikrobiell und antiseptisch. Honig süßt nicht nur den Tee, er unterstützt auch seine Wirkung. Alternativ kann Honig auch als Oxymel eingenommen werden. Er ist jedoch nicht für Babies geeignet.

Hagebutte und/oder Zitrone

getrocknete Hagebutten das Vitamin C hilft in der Erkältungszeitenthalten viel Vitamin-C und können dazu beitragen, die Stärke der Erkältungs- und Grippeviren im Körper zu verringern und den Schleim zu reduzieren. Ideal im Tee.

Einfache Dampfinhalation hilft beim Durchatmen

In eine große hitzebeständige Schüssel wird eine großzügige Handvoll Kräuter Deiner Wahl (Thymian, Rosmarin, Salbei, Kamille usw.) gegeben. Darüber wird ca. 1 lt. kochendes Wasser gegossen. Nun hält man das Gesicht über die Schüssel und atmet die warmen Dämpfe ein. Wer die Wirkung verstärken möchte, kann noch ein Handtuch über den Kopf geben. Achtung, die Dämpfe können sehr heiß sein. Ideal ist es, wenn man den Dampf ca. 10 Minuten einatmet.

Alternativ könnte man auch einen warmen Brustwickel mit Thymianöl machen. Mehr zu Wickel findest Du in diesem Blogartikel. Einfach statt dem kühlenden Tee ein warmes Öl verwenden.

Kräuter-Insider-Tipps für Erkältungen und Grippe

  • Gib in den Salbeitee gepressten Zitronensaft. Er nimmt dem Tee seine Bitterkeit.
  • Süße Deinen Tee bei Atemwegsproblemen mit Zucker oder Honig, aber lasse ihn bei Verdauungsbeschwerden ungesüßt.

Die hier vorgestellten Hausmittel  ersetzen in keinster Weisen einen Arztbesuch. Auf mögliche allergische Reaktionen sollte man mit dem sofortigen Stopp der Anwendung reagieren.